White Pearl Garnelen

Erscheinungsbild

White Pearl Garnele
© Aquaristik Langer

Es gibt zwei Theorien dazu, wie die White Pearl Garnele zu ihrem Namen kam: Die erste Theorie lautet, dass sie den Namen ihrem glänzenden Chitinpanzer, der an eine Perle erinnert, zu verdanken hat. Eine zweite Theorie besagt, dass die strahlend weißen Eier der Weibchen, die durch den Panzer hindurch schimmern, zu dem Namen geführt haben.

Die Garnele ist transparent bis milchig. Ihre Augen sind im Gegensatz zum Körper sehr dunkel. Der Rückenstrich ist kaum zu erkennen. Ihre Lebenserwartung beträgt ca. zwei Jahre und ist somit relativ niedrig. Sie ist meist zwischen zwei und drei Zentimetern groß. Bei der White Pearl handelt es sich um eine Süßwassergarnele der Gattung Neocaridina.

Haltung

Die White Pearl Garnele ist ein äußerst robustes Tierchen. Sie ist daher perfekt für jedes Anfänger-Aquarium geeignet. Bei dem Aquarium sollte es sich allerdings mindestens um ein 12-Liter-Becken handeln. Damit die Garnele sich wohlfühlt, sollte die Wassertemperatur zwischen 18 und 25 Grad und der pH-Wert zwischen sechs und acht liegen. Die perfekte Wasserhärte ist mittelhart bis hart. Die meisten Garnelenarten mögen es, in ihrem Aquarium viele Orte zum Verstecken vorzufinden. Die White Pearl Garnele ist hierbei keine Ausnahme. Das Aquarium sollte daher mit verschiedenen Moosarten, wie Flammen-, Java- oder Christmas-Moos und weiteren Pflanzen mit feinen Blättern bepflanzt werden. Gute Rückzugsorte sind Hölzer, Wurzeln, Steine oder Kokosnusshälften. Auf einem dunklen Bodengrund (dabei kann es sich zum Beispiel um dunklen Sand oder Kies handeln) sind die Garnelen besonders gut zu entdecken. Eine leichte Strömung empfinden die Garnelen als angenehm. Ein Filter verhindert, dass die kleinen Garnelen eingesaugt werden. Achtung: Das Wasser im Aquarium muss unbedingt auf Schwermetallhaltigkeit überprüft werden. Schon kleine Mengen von z. B. Kupfer sind für die transparenten Garnelen tödlich!

Futter

Was das Futter angeht, kann die White Pearl Garnele entweder mit gängigem Garnelenfutter oder natürlichem Futter gefüttert. Obwohl die Garnelen Allesfresser sind, ernähren sich hauptsächlich von Pflanzen. Daher sollte auf einen hohen Pflanzenanteil im Futter stets geachtet werden. Am liebsten Weiden die Garnelen die Moosfelder im Aquarium ab. Laubblätter, Erlenzapfen und Brennnesseln bilden eine beliebte Abwechslung auf dem Speiseplan. Sie essen auch abgestorbene Pflanzenteile, Biofilm und Mikroorganismen und halten ihr Aquarium so sauber.

Zucht

Die White Pearl Garnele ist dafür bekannt, dass sie sich sehr schnell und unkompliziert vermehrt. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass sie sich in ihrem Aquarium wohlfühlt. Da die Garnelen Gruppentiere sind, erfolgt die Vermehrung quasi von alleine. In einem Aquarium sollten zwischen zehn und 20 Tiere gehalten werden. Alle vier bis sechs Wochen werden frische Jungtiere schlüpfen. Auf jedes Weibchen kommen pro Wurf 30 bis 50 Jungtiere. Die weiblichen Tiere sind meist etwas größer und stämmiger als die Männchen. Da die Garnelen transparent sind, kann man genau sehen, welches Tier trächtig ist.

Die Eier schimmern wunderschön durch den Panzer der Garnele. Die Jungtiere sind bei ihrer Geburt bereits vollständig entwickelt. Da die White Pearl Garnele ein friedfertiges Tier ist, stellen die Elterntiere keine Gefahr für die frisch Geschlüpften dar. Vorsichtig sollte man allerdings bei der Wahl der Mitbewohner der Garnelen sein. Fische könnten die Jungtiere für einen Teil ihres Speiseplans halten. In den ersten Lebenswochen der Jungtiere ist es besonders wichtig, dass sie abwechslungsreiches Futter erhalten. Ist dies der Fall, werden sie sich gut entwickeln.

Vergesellschaftung

Die White Pearl Garnelen haben nichts gegen Gesellschaft im Aquarium. Sie sind weder scheu noch ängstlich und lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Allerdings sollte es sich bei Fischen oder anderen Garnelen, die in das Aquarium gesetzt werden, immer um friedliche Exemplare handeln. Sie sollten die Garnelen keinesfalls als Futter ansehen.