Tüpfelgarnelen

Erscheinungsbild

Der Körper der Garnelen ist überzogen mit kleinen Punkten, welche meist eine schwarze oder braune Färbung aufweisen. In manchen Fällen können sich auch Streifen, anstelle der sonst typischen Tüpfel, zeigen. Mit dem Alter steigt die Menge der Punkte an. Darüber hinaus wird die Farbgebung kräftiger. Es gibt unterschiedliche Grundfarben, von rot über blau bis hin zu wildfarben. Da die Farbpartikel der Tiere in der Haut sitzen, erscheinen sie nach der Häutung nahezu transparent. Die weibliche Garnele erreicht eine Größe von bis zu 3 cm. Die männlichen Vertreter der Art sind hingegen kleiner und zierlicher.

Haltung

Die Garnele bevorzugt als Schwarmtier eine Gruppenhaltung mit mindestens 10 Tieren. Ideal ist jedoch ein Schwarm von bis zu 20 Tieren. Das Aquarium sollte ein Fassungsvermögen von rund 20 Liter aufweisen, damit sich die Tüpfelgarnele wohlfühlt. Um es artgerecht einzurichten, ist eine flächendeckende Bepflanzung wichtig. Sie dient den Tieren als Rückzugsort und Nahrungsquelle. Hier werden Moose besonders gerne angenommen. Den Versteckmöglichkeiten kommt besonders bei der Vergesellschaftung mit anderen Bewohnern eine große Wichtigkeit zu. Aufgrund der ursprünglichen Lebensbedingungen der Tiere in kleinen Bächen im südlichen China und der Tatsache, dass es sich häufig um Wildentnahmen handelt, hat eine sanfte Strömung positive Auswirkungen auf die Haltung. Das Wasser sollte gut gefiltert und sauerstoffreich sein. Darüber hinaus benötigen die Tiere weiches Wasser mit geringer Karbonathärte. Die richtigen Wasserwerte sind für diese Garnelenart besonders wichtig. Folgende Angaben dienen als Messwerte: Die Temperatur sollte zwischen 18 und 26°C mit einem pH-Wert von 6 – 7,5 liegen. Der Leitwert ist 150 – 1.000 µS. Eine Gesamthärte zwischen 8 – 10 °dH und die Karbonathärte zwischen 1 – 3 °dH bieten die idealen Haltungsbedingungen.

Futter

Diese Garnelenart ist ein Allesfresser und nimmt nahezu jedes Futter ohne Schwierigkeiten an. Zur Ernährung zählen unter anderem spezielles Garnelenfutter mit hohem pflanzlichem Anteil und Grünfutter. Darunter fallen beispielsweise Brennnessel, Spinatblätter sowie Frostfutter. Proteinfutter sollte ein bis zwei Mal in der Woche angeboten werden. Wichtig wegen seiner unterstützenden Wirkung während der Häutungsphase und der Entwicklung von jungen Garnelen ist das Anbieten von braunem Herbstlaub. Es dient als Dauerfutter. Bei einer Bepflanzung mit Moos ernähren sich die Tiere zusätzlich auch von den Biofilmen und Detritus, den sie hier finden.

Zucht

Die Nachzucht ist unter den richtigen Haltungsbedingungen relativ einfach. Die weiblichen Tiere haben eine Tragezeit von circa drei bis vier Wochen. Hierbei tragen sie zwischen 20 und 40 Eier unter ihrem Hinterleib. Die Junggarnelen schlüpfen voll entwickelt und haben eine Größe von rund 1,5mm. Sollten keine Fressfeinde im Aquarium vorhanden sein, stehen die Chancen, dass der Nachwuchs das Erwachsenenalter erreicht sehr gut. In den ersten Lebenswochen ist es essenziell, für genügend und vor allem abwechslungsreiches Futter zu sorgen, um die Jungtiere optimal zu versorgen. Das Weibchen kann in einem Abstand von vier bis acht Wochen erneut Jungtiere zur Welt bringen. Der Schwarm sollte mindestens 10 Tiere umfassen, da die Zucht ansonsten eher schleppend von sich geht. Dies liegt daran, dass die männlichen Garnelen genügend Spermienpakete an das Weibchen anheften müssen. Legt das Muttertier die Eier ab, befruchten sich diese durch das Streifen an den Spermien. Sind nicht ausreichend Pakete für alle Eier vorhanden, werden die unbefruchteten Eier nach einer Woche vom Weibchen abgeworfen. Aufgrund des friedlichen Verhaltens der Tiere, muss das Elternpaar nach dem Schlüpfen der Junggarnelen nicht getrennt werden.

Vergesellschaftung

Die Tiere können gemeinsam mit sehr kleinen Fischen gehalten werden, sofern diese friedlich sind und den Tüpfelgarnelen nicht nachstellen. Als weitere Bewohner bieten sich darüber hinaus andere Garnelenarten, wie die Bienen- sowie Tigergarnelen, oder Schnecken an. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Ansprüche an die Haltung in punkte Wasserwerte übereinstimmen.