Schwarze Tigergarnelen

Erscheinungsbild

Schwarze Tigergarnelen
DirkBlankenhaus, Caridina-cf-cantonensis-black-tiger, CC BY-SA 3.0

Der gesamte Körper dieser Garnelen Art ist schwarz und das Resultat einer sehr aufwendigen Züchtung. Die schwarzen Tigergarnelen sind durch die Vermehrung von Garnelen mit stark ausgeprägten Tigerstreifen entstanden. Teilweise ist es auch möglich, dass schwarze Tigergarnelen über einige farbliche Körperstellen verfügen. Hierdurch wird die ursprüngliche Tigerzeichnung deutlich.

Diese Garnelen Art zeichnet sich nicht nur durch ihre schwarze Körperfarbe aus, sondern auch durch ihre unterschiedliche Augenfarben. Es gibt Schwarze Tigergarnelen, die schwarze Augen haben oder eine orange Augenfärbung vorweisen können. Diese Garnelen Art kann eine Körpergröße von bis zu 3 cm erreichen. Im Regelfall werden die weiblichen Tiere größer als die Männchen.

Haltung

Um die Schwarzen Tigergarnelen artgerecht halten zu können, ist es wichtig, für genügend Pflanzen im Aquarium zu sorgen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich die Tiere in ihrer Umgebung wohlfühlen. Durch die Pflanzen wird den Garnelen die Möglichkeit geboten, sich zu verstecken.

Pflanzen bieten den Garnelen zusätzlich ein großes Nahrungsangebot. Um die Schwarzen Tigergarnelen richtig zu halten, muss eine Wassertemperatur zwischen 22° und 25° gewährleistet werden können. Der pH-Wert muss zwischen 6,5 und 7,8 betragen. Die Gesamthärte muss 6 – 18 °dgH betragen. Bei der Besetzung des Aquariums mit Schwarzen Tigergarnelen sollten mindestens fünf Tiere miteinander vergesellschaftet werden. Je nach Beckengröße können natürlich auch mehrere Tiere gleichzeitig eingesetzt werden.

Futter

Die Schwarzen Tigergarnelen können mit besonderem Garnelen Futter ernährt werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass dieses Futter einen hohen pflanzlichen Anteil enthält. Diese Garnelen Art ernährt sich in der Natur von Aufwuchs, Pflanzenresten und Mikroorganismen. Um die Schwarzen Tigergarnelen artgerecht ernähren zu können, können als Nahrungsergänzung auch Laub und Algen gefüttert werden. Ein Aquarium für schwarze Tigergarnelen muss mit viel Mulm ausgestattet werden, da diese Tiere vermehrt im Mulm nach Fressbarem suchen. Gekochtes oder gebrühtes Gemüse kann in geringen Mengen als Futter dienlich sein.

Zucht

Damit eine erfolgreiche Zucht der Schwarzen Tigergarnelen gelingen kann, muss ein Stamm von Garnelen in ein Artbecken integriert werden, welcher eine geringe Anzahl an transparenten Stellen oder einen flächigen schwarzen Stamm vorweisen kann. Als Züchter besteht die Möglichkeit, direkten Einfluss auf das gewünschte Zuchtziel nehmen zu können. Wenn die komplette Besatzung aus flächig gefärbten Tieren besteht, können normale Tigergarnelen eingekreuzt werden, damit der markante Stamm dauerhaft erhalten bleibt.

Um diese Garnelen Art mit hellen Augen züchten zu können, ist es sinnvoll, dunkelblaue und flächig schwarze Tigergarnelen zusammenzuhalten. Durch diese Kreuzung entstehen Tiere mit hellen Augen, welche bei Bedarf selektiert werden können. Die Elterntiere stellen keine Gefahr für Jungtiere und Larven dar. Der Filter in einem Zuchtbecken muss gesichert werden, damit die Nachkömmlinge nicht angesogen werden können. Wenn das Becken nicht mit genügend Mulm ausgestattet worden ist, benötigen die Jungtiere zusätzliches Futter.

Vergesellschaftung

Die Schwarzen Tigergarnelen sind sehr friedliche Tiere, welche keine Gefahr für andere Aquarien Bewohner darstellen. Zeitgleich muss darauf geachtet werden, dass andere Tiere keine Gefahr darstellen. Eine Vergesellschaftung mit anderen Garnelen Arten ist problemlos möglich. Friedliche Fische, welche sich von Pflanzen ernähren und die Garnelen nicht angreifen, können in einem gemeinsamen Lebensraum integriert werden.

Schnecken sind nützliche Tiere, welche die Mulm Produktion vorantreiben, was sehr nützlich für die Garnelen ist. Der Halter muss bei einer Vergesellschaftung darauf achten, dass sich alle Aquarien Bewohner unter denselben Voraussetzungen in einem Becken wohlfühlen. Die gleichen Anforderungen an die Lebensbedingungen haben absolute Priorität.