Ringelhandgarnelen

Erscheinungsbild

Ringelhandgarnelen sind auch unter dem Namen Macrobrachium assamense bekannt. Sie gehören zu den Felsengarnelen. Ihr unsprüngliches Zuhause war der Himalaya. Wer sich diesen Tieren zuwenden möchte, muss einige Punkte unbedingt beachten, damit es im Becken harmonisch zugeht.

Die Optik dieser Garnelen fällt ins Auge. Der Körpergrundfarbton unterscheidet sich von vielen anderen Arten. Während diese oft leicht transparent sind, hat die Ringelhandgarnele einen gräulichen oft bis hin zu einem bräunlichen Grundton. Der Körper kann durchaus auch marmoriert sein. Die Scheren der Tiere sind oft rot oder schwarz. Außerdem fällt die Garnele dadurch auf, dass sie geringelte Scheren aufweist. Dies ist allerdings nicht bei allen Ringelhandgarnelen der Fall. Weiterhin ist diese Garnelenart sehr groß. Die Tiere können bis zu 8 cm groß werden. Damit gehört die Ringelhandgarnele auch zu den Großgarnelen und nicht mehr zu der kleineren Art.

Haltung

Diese Garnelen sollten nie alleine gehalten werden. Sie brauchen ihre Artgenossen. Allerdings sollte das Becken aufgrund der Größe der Ringelhandgarnelen auch etwas freizügiger ausfallen. Es muss nicht nur die Größe der Tiere bedacht werden, sondern auch der Fakt, dass sie Pflanzen brauchen, die ihnen Versteckmöglichkeiten bieten. Ist das Aquarium groß genug, werden sich die Tiere untereinander wesentlich besser vertragen. Leider sind diese Garnelen nicht so friedfertig wie andere Arten. Die Männchen können sich durchaus bekämpfen und dies geht nicht immer gut aus.

Ein Weibchen kann im Grunde jeden Monat Junge bekommen. Es werden oft bis zu 60 Jungtieren ausgetragen. Das ist eine Menge, daher muss das Becken einfach größer sein. Die Jungtiere brauchen genügend Verstecke, es dürfen auch gerne Höhlen ins Wasser gesetzt werden.

Futter

Die Ringelhandgarnelen bekommen Fischfutter. Ebenfalls kann Garnelenfutter gegeben werden. Mückenlarven lieben diese Wasserbewohner ebenfalls. Auch Frostfutter wäre eine Möglichkeit. Im Grunde sind die Tiere nicht gerade wählerisch, wenn es um das Fressen geht. Proteinfuttere wäre zu empfehlen, damit sich die Tiere prächtig entwickeln können und es ihnen an nichts fehlt.

Zucht

Die Zucht ist nicht weiter schwer. Das Becken braucht nur genügend weibliche und männliche Bewohner. Allerdings sollte den Jungtieren immer eine gute Versteckmöglichkeit geboten werden. Die Weibchen sind meist recht friedfertig. Die Männchen behaupten sich allerdings sehr gerne und wo könnten sie dieses besser, als bei den Jungtieren? Wenn man bemerkt, dass es gar nicht funktioniert, sollte noch ein zweites Becken für die Jungtiere bereit stehen. Die Jungtiere schlüpfen schon nach 4-6 Wochen, sind auch schon ausgereift, aber natürlich trotzdem nicht davor geschützt, zum Opfer der vorhandenen Männchen zu werden.

Vergesellschaftung

Die Vergesellschaftung ist in Ordnung, so lange man einige Punkte beachtet. Bei den Ringelhandgarnelen handelt es sich nicht um die friedvollste Garnelenart. Die Garnelen können durchaus auf andere Beckenbewohner losgehen und versuchen, diese zu erbeuten. Gerade kleine Tiere haben es mit den Ringelhandgarnelen nicht einfach. Daher sollten sie am besten gar nicht erst ins Becken kommen. Größere Fische sind soweit in Ordnung, wenn diese nicht selbst gerne angreifen. Leider sind auch andere Garnelenarten keine so gute Idee. Die Kleinsten von Ihnen werden definitiv gejagt. Auch kleine Krebse und Muscheln, wie auch Schnecken können angegriffen und von den Garnelen gefressen werden. Das macht die Vergesellschaftung nicht gerade leicht, aber es ist ein durchaus lösbares Problem.