Red Rili Garnelen

Erscheinungsbild

Red Rilli
© Aquaristik-Langer

Die zweifarbige Red Rili Garnele, die der Familie der Neocaridina angehört, ist in jedem Aquarium ein Hingucker: Ihr Muster besteht aus einem kräftigen Rot und Transparent. Die Musterung sieht folgendermaßen aus: Meist sind Kopf und Schwanzfächer rot gefärbt, während die Körpermitte der Garnele transparent bleibt.

Dieser Farbkontrast lässt die roten Stellen besonders intensiv leuchten. Ursprünglich begann die Züchtung dieser Farbform übrigens in Taiwan. Jede Red Rili Garnele hat eine individuelle Musterung und kann so leicht wiedererkannt werden. Manchmal ist das Rot eine einheitliche Fläche, manchmal tritt es in gescheckter Form auf. Red Rili Garnelen werden bis zu drei Zentimeter groß.

Haltung

Red Rili Garnelen sind sehr robust und haben nur wenige Ansprüche an ihr Zuhause. Sie eignen sich somit optimal für Garnelen- bzw. Aquarien-Anfänger. Die kleine rot-transparente Garnele fühlt sich in mittelhartem bis hartem Wasser am wohlsten. Der pH-Wert des Wassers kann zwischen sechs und acht liegen. Das Aquarium sollte ein Fassungsvolumen von mindestens 20 Litern haben und mit vielen Pflanzen befüllt sein.

Es ist darauf zu achten, dass es ausreichend Möglichkeiten zum Verstecken bietet. Moos wie Javamoos oder Christmas-Moos und auch Nixkraut eignen sich sehr gut zur Bepflanzung des Aquariums. Im Allgemeinen sollten 60 bis 80 Prozent des Bodens im Aquarium bepflanzt werden. Mooskugeln bieten den kleinen Garnelen gute Weidemöglichkeiten. Steine, Hölzer und braunes Laub bieten den Garnelen weitere gute Möglichkeiten zum Rückzug.

Der Boden des Aquariums sollte mit Garnelenkies oder Naturkies ausgelegt werden. Vor einem dunklen Boden leuchten die Red Rili Garnelen übrigens besonders schön. Red Rili Garnelen sind Gruppentiere und sollten daher nie alleine gehalten werden. Optimal sind Gruppen von 10 bis 20 Tieren. Weitere friedliche Mitbewohner wie Muscheln, Krebse oder friedliche Fische sind kein Problem. Eine Heizung wird im Aquarium übrigens nicht benötigt.

Futter

Die Red Rili Garnelen sind Allesfresser. Im Optimalfall erhalten sie ein bis zwei Mal die Woche Proteinfutter. Ansonsten können sie mit pflanzlichem Futter gefüttert werden. Zum Aufziehen der Junggarnelen sollte auf ein Staubfutter gesetzt werden. Übriges können die Garnelen auch mit Naturfutter gefüttert werden. Das können zum Beispiel Laubblätter, Erlenzapfen oder Brennnesseln sein. Auch abgestorbene Pflanzenteile, Biofilm und Mikroorganismen, die im Aquarium meist sowieso vorkommen, werden von den Tierchen verwertet.

Zucht

Die Zucht der Red Rili Garnelen gestaltet sich ebenfalls recht einfach. Es handelt sich bei den Garnelen übrigens um eine reine Zuchtform. In der Natur kommt sie so nicht vor. Wie bei allen Neocaridina-Garnelenarten wachsen die Jungtiere schnell heran. Zur Zucht benötigt man sowohl männliche als auch weibliche Garnelen. Die weiblichen Tiere sind meist etwas größer als die Männchen. Das Geschlecht der Tiere ist allerdings nicht immer eindeutig auszumachen, daher sollte mit einem Zuchtstamm von wenigstens zehn Tieren gearbeitet werden. Wenn Wasserqualität und Futter stimmen, vermehren sich die Garnelen fast von selbst. Zur Befruchtung häutet sich das Weibchen und gibt so die Eier frei.

Nach der Befruchtung der Eier behält das Weibchen diese bei sich und versorgt sie mit Nährstoffen und Sauerstoff. Nach einer Tragezeit von ca. vier Wochen bringen Weibchen zwischen 20 und 35 Jungtiere auf die Welt. Diese sind zwischen einem und zwei Millimeter groß. Die Überlebenschancen der Jungtiere stehen gut.

Die größte Gefahr geht von anderen Mitbewohnern im Aquarium aus, die die Jungtiere als willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan sehen könnten. Daher eignet sich ein Artbecken zur Zucht besser als ein Aquarium mit anderen Tieren. Die ausgewachsenen Tiere stellen keine Bedrohung für die Jungtiere da. Übrigens wird die schöne Färbung der Garnelen bei den Jungtieren erst nach einigen Wochen sichtbar.

Vergesellschaftung

Da es sich bei den Red Rili Garnelen um sehr friedliche Zeitgenossen handelt, können sie optimal vergesellschaftet werden. Das Aquarium teilen sie sich gerne mit Krebsen, weiteren Zwerggarnelen, Krabben, Schnecken oder Muscheln.

Lediglich bei Zwergkrebsen ist Vorsicht geboten, da sie hin und wieder die kleinen Garnelen fangen und fressen. Kleinere Fische stellen kein Problem dar, solange sie nicht zu neugierig oder gefräßig sind.