Orange Garnelen

Erscheinungsbild

Orange Garnelen weisen einen eindringlich leuchtend orangen bis dunkelorangen Farbton auf. Je älter die Tiere werden, desto stärker ist ihre Farbe ausgeprägt. In der Regel sind die Weibchen intensiver gefärbt. Neugeborene sind zunächst mehr oder weniger farblos, bis sie im Alter von drei Monaten beginnen, orange zu werden. Da die Garnelen zu den Zwerggarnelen gehören, werden sie im Durchschnitt nur 2 bis 2,5 cm groß. Zudem sind sie mit schwarzen und großen Stielaugen ausgestattet.

Am Kopf befinden sich vier lange und zwei kurze Antennen. Die langen übertreffen die körperlichen Maße der orangen Garnele. Den Futterfühlern im Maulbereich schließen sich vier Schreitbeine inklusive Scheren an, die dafür zuständig sind, das Futter ins Maul zu bringen. Fünf Schwimmbeinpaare am Hinterleib dienen zum Schwimmen. Am Ende des Rückens folgt eine Flosse, die gefächert ist.

Haltung

Die Garnelen sollten in einem Aquarium mit mindestens 25 Liter Wasser gehalten werden. Vor allem männlichen orangenen Garnelen reicht wenig Platz aus, sofern das Becken sinnvoll bepflanzt ist. Da die Tiere sich häufig auf dem Boden bewegen, ist ein möglichst feiner Bodengrund von Vorteil. Grober Kies hingegen würde eher als sehr störend empfunden werden. Empfohlen werden können beispielsweise Fluval Stratum, feiner Aquariensand, Garnelen Kies, Chinchillasand oder Nano Untergrund.

Mit Lavasteinen, Garnelenstämmen, Lochgesteinen, Tonröhrchen, Keramikgegenständen oder Pflanzen wie Grasbinse, Javafarn, Nixkraut oder Hornkraut lässt man idealerweise Rückzugsmöglichkeiten entstehen. Je feiner die Blätter sind, desto geeigneter sind sie für das Aquarium. Ein Hamburger Mattenfilter oder ein Schwammfilter sind sinnvoll, da die meisten anderen Filter versehentlich den Tod von Garnelenbabys herbeiführen könnten.

Die Tiere benötigen kaum Licht. Bei Temperaturen zwischen 15 Grad Celsius und 25 Grad Celsius können sie gut überleben. Alle zwei Wochen sollte mindestens ein Drittel des Wassers gewechselt werden.

Futter

Pflanzen, die bereits abgestorben sind, Laub oder kleinste Lebewesen kommen als Futter für die orangenen Garnelen in Frage. Mit Fischfutterflocken kann das tierische Eiweiß abgedeckt werden. Getrocknete Kräuter oder Blätter wie Löwenzahn, Apfelbaumblätter, Haselnussblätter, Walnussblätter, Brennnessel oder Birkenblätter bieten sich als ausgewogene Ergänzung an. Es sollte vor dem Füttern kochendes Wasser über die Blättermischung gegossen werden, die im Anschluss abgekühlt und mehrmals abgespült wird.

Als besonders gesund werden Seemandelbaumblätter angepriesen, da diese antibakteriell und pilzhemmend wirken. Sie unterstützen zudem den Heilprozess bei Entzündungen. Auf 100 Liter Wasser sollten dabei ein bis drei Seemandelblätter kommen. Wenn nach spätestens drei Wochen die Blätter noch nicht verzehrt worden sind, ist es besser, diese aufgrund der Verluste der Inhaltsstoffe herauszunehmen.

Zucht

Nach ca. drei Monaten können sich die Garnelen fortpflanzen. Erst zu diesem Zeitpunkt können Männchen und Weibchen überhaupt voneinander unterschieden werden. Die Weibchen werden vor allem dicker und runder. Die Eierstöcke befinden sich im Nackenbereich, wo in einem hellen Laichansatz die Eier entstehen. Nach der Häutung des Weibchens und der Abgabe von Pheromonen werden die Eier befruchtet. Die Männchen schwimmen dabei auffällig aktiv und kleben ihren Samen an die Geschlechtsöffnung. Sobald das Weibchen die Eier durch den Samen befördert hat, befestigt es die Eier zwischen den Schwimmbeinen.

Die zunächst weißen Eier verändern ihr Aussehen bis zur Durchsichtigkeit. Innerhalb von vier Wochen ordnet das Mutterweibchen diese immer wieder neu an und versorgt sie mit frischem Wasser, bis die Babygarnelen dann schlüpfen. Sofern man orangene Garnelen zur Verfügung hat, ist eine Züchtung also prinzipiell kein Problem, da sie sich ihrer Natur gemäß verhalten und sich somit selbständig vermehren. Je nach erwünschtem Farbton besteht die Möglichkeit der Selektion.

Vergesellschaftung

Als Unterart der Zwerggarnele entstehen keine Probleme, wenn mit den orangen Garnelen zugleich Fächergarnelen, Muscheln und Schnecken gehalten werden. Letztere werden oft auch von den Garnelen geputzt. Ein Hindernis hingegen stellen die Großarmgarnelen, die Flusskrebse und die Krabben dar.

Wenn man verschiedene Zwerggarnelen halten möchte, muss man berücksichtigen, dass die Lebensraumbedingungen für alle äquivalent sind. Lässt man die Zwerggarnelen zusammen mit Fischen im Aquarium, sollten die Fische ihren Ursprung wegen der geographischen Bedingungen auf dem gleichen Kontinent haben.