Ninja Garnelen

Erscheinungsbild

Ninja Garnele
ふうけ, Himenumaebi-tatesen, CC BY-SA 3.0

Die Ninja Garnelen sind von ihrem Erscheinungsbild her sehr unterschiedlich. Es gibt Exemplare, die eher eine rötliche Färbung haben, während andere Garnelen eine blaue Körperfarbe besitzen.

Die meisten Ninja Garnelen zeichnen sich durch ein unregelmäßiges Tigermuster aus. Seinen Namen hat sich diese Garnelensorte allerdings dadurch gesichert, dass sie in der Lage ist ihre Grundfarbe und ihre Musterung zu ändern.

Ähnlich wie Chamäleons können Ninja Garnelen sich ihrer Umgebung anpassen oder ihre Farbe bei Stimmungsschwankungen verändern. Die Garnelen sind darum gelegentlich schwer zu sehen, aber auch spannend zu beobachten.

Haltung

Ninja Garnelen sind sehr scheue Aquarium-Bewohner. Sie fühlen sich wohl, wenn sie viel Platz haben und wenn ihnen viele Rückzugsorte geboten werden. Sie mögen sowohl löchriges Gestein als auch hohle Bambusrohre oder Wurzelgeflechte, um sich zu verstecken. Die kleinen Verstecke sind für diese Garnelenart sehr wichtig. Sie mögen die Ruhe und ergreifen bereits bei der kleinsten Störung die Flucht. Darum machen sie es Aquarien-Besitzern auch schwer, die Tiere richtig bewundern zu können.

Neben ihrer Rückzugsorte bevorzugen die Garnelen außerdem Mooskugeln und kleine Pflanzenpolster in ihrem Aquarium. Die grünen Oasen werden von den Garnelen häufig aufgesucht und sehr genau durchgekämmt. Die Tiere suchen nach Aufwuchsalgen oder Mikroorganismen, die sie fressen können. Wenn sie nicht fündig werden, durchsuchen die Ninja Garnelen auch den Bodenmulm und den Detritus, der sich in Bereichen mit geringer Strömung ansammelt. Darum ist es durchaus empfehlenswert, wenn man das Aquarium nicht immer porentiefrein schrubbt, um den Garnelen nicht ihre Nahrungsgründe wegzunehmen.

Allerdings sollte man darauf achten, dass das Wasser im Aquarium gut gefiltert wird und viel Sauerstoff enthält. Ninja Garnelen stammen aus sauberen Fließgewässern mit einem hohen Sauerstoffgehalt. Durch das Einsetzen eines Hamburger Mattenfilters und die Verwendung einer Sauerstoffpumpe können Aquariumsbesitzer ein ideales Habitat für die Garnelen schaffen. Darüber hinaus sollte ein Fünftel des Wassers im Aquarium einmal pro Woche oder maximal einmal in zwei Wochen ausgetauscht werden.

Futter

Ninja Garnelen verwerten viele unterschiedliche Dinge als Nahrungsquelle. Sie bevorzugen Algen und Mikroorganismen zum Fressen. Allerdings fressen sie auch Reste vom Fischfutter auf, wenn es von anderen Fischen übrig gelassen wird. Genauso kann man den Tieren aber auch mit herkömmlichen Garnelenfutter mit Spinat oder Brenneseln eine Freude machen. Wer seine Garnelen dagegen mit braunem Herbstlaub füttern möchte, kann damit bei Ninja Garnelen auch nichts falsch machen. Sie lieben nicht mehr ganz frisches Futter, weil der Anteil an Mikroorganismen dann höher ist. Eine Zugabe von Proteinfutter ist auch möglich, sollte dann aber höchstens ein oder zweimal pro Woche serviert werden, um die Tiere nicht zu überfüttern.

Zucht

Die Zucht von Ninja Garnelen ist eher schwierig. Sie gehören zum primitiven Fortpflanzungstyp von Süßwassergarnelen. Nach einer Tragzeit von vier Wochen entlässt das Weibchen bis zu 200 Eier ins Wasser. Aus den Eiern schlüpfen Zoea-Larven, die im Süßwasser nur wenige Tage überleben können. In der freien Natur würden die Larven sich mit der Strömung treiben lassen, um ins Meer zu gelangen. Im Salzwasser durchlaufen die Larven dann verschiedene Stadien, bis sie voll ausgereicht sind. Erst nach ihrer abgeschlossenen Reife schwimmen die Ninja Garnelen wieder zurück in die Bäche, um sich dort fortzupflanzen.

In einem normalen Aquarium haben die Larven dagegen nahezu keine Chance. Sie würden das erste Larvenstadium nicht überleben. Entweder gehen die Larven durch das Süßwasser ein oder sie werden von größeren Aquarium-Bewohnern aufgefressen.

Für die Aufzucht in einer Aquarium-Umgebung werden verschiedene Becken beispielsweise mit Brachwasser und Meerwasser benötigt. Die Aufzucht setzt unterschiedliche Spezialfuttersorten für Garnelenlarven voraus und man muss sehr genau beobachten, in welchem Stadium sich die Larven gerade befinden, um sie rechtzeitig umzusiedeln. Darum empfiehlt sich die Aufzucht eher für erfahrene Garnelenzüchter, aber nicht für Anfänger.

Vergesellschaftung

Ninja Garnelen sind sehr friedliche und gesellige Tiere. Sie fühlen sich in Gruppen von ca. 15 bis 20 Artgenossen wohl und unternehmen gerne gemeinsam Ausflüge zur Futtersuche. Sie können auch mit anderen friedlichen Garnelenarten zusammen in einem Aquarium gehalten werden. Wer sein Aquarium dagegen durchmischen möchte, der ist gut beraten, wenn er die Tiere eher mit Zierfischen wie dem Zwergbärbling oder mit Süßwasserkrebsen zusammenbringt. Allerdings sollte darauf geachtet werden, ob die anderen Aquarium-Bewohner eventuell zu neugierig werden und die Garnelen fressen wollen. In diesem Fall empfiehlt sich die Umsiedlung in ein Artenaquarium, damit die Ninja Garnelen sich voll entfalten können.