Mini Japonica Garnelen

Erscheinungsbild

Die Mini Japopnica Garnelen sind von ihrer Erscheinung her eher unauffällig. Sie gleichen auf den ersten Blick den Amanogarnelen. Ihr Körper ist leicht durchsichtig und sie haben eine eher bläuliche Körpergrundfarbe. Es fehlen bei Mini Japonica Garnelen allerdings typische blaue Punktereihen wie sie typisch für die Amanogarnelen sind. Außerdem fallen sie im direkten Vergleich deutlich kleiner aus. Amanogarnelen können auch schon mal 5cm groß werden. Mini Japonica Garnelen werden aber höchstens 3cm groß. Es sind vor allem die Weibchen, die solche Größen erreichen können. Männchen fallen dagegen mit knapp 1,5cm bis 2cm deutlich kleiner aus.

Haltung

Mini Japonica Garnelen sind relativ anspruchslos in Bezug auf ihre Umgebung. Sie kommen in warmen Aquarien mit einer durchschnittlichen Temperatur von 25°C gut zurecht. Es wird keine besondere Wasserqualität für ihre Haltung benötigt und die Tiere können auch darüber hinwegsehen, wenn das Aquarium nicht jede Woche auf Hochglanz poliert wird. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße begnügen sich die Tiere auch mit dem kleineren Lebensraum eines 12l Aquariums, wenn sie alleine gehalten werden. Es wird aber empfohlen die Garnelen in einem größeren Aquarium anzusiedeln, um sie auch in größeren Gruppen halten zu können.

Damit sich die Garnelen richtig wohl fühlen, sollten Aquarienbesitzer den Tieren viele Rückzugsorte im Aquarium anbieten. Auf einem weichen, sandigen Untergrund dürfen hohle Steine, Hölzer und Bambusrohre nicht fehlen. Auch Mangrovenwurzeln oder hohe Gräser werden von den Mini Japonica Garnelen häufig besucht. Die kleinen Tiere verstecken sich dort gerne, wenn es ihnen im Aquarium zu unruhig wird. Jungtiere nutzen diese Verstecke dagegen eher, um sich vor eventuellen Fressfeinden in Sicherheit zu bringen.
Die Mini Japonica Garnelen scheuen sich nicht vor Tageslicht. Sie können bereits kurz nach ihrem Einzug im Aquarium dabei beobachtet werden, wie sie über den Boden krabbeln und den Sand absuchen. Nur bei Unruhe ergreifen die Tiere schnell die Flucht.

Futter

Mini Japonica zählen zu den Allesverwertern unter den Garnelen. Sie können sich selbst ernähren, indem sie Mikroorganismen oder kleine Algen vom Aquarienboden fressen. Man kann sie aber auch mit normalem Garnelenfutter wie zum Beispiel Chinchilla-Pellets füttern. Die Tiere mögen braunes Herbstlaut und kleine Gemüsestücke genauso gerne. Als kleine Delikatesse reicht es in den Sommermonaten, wenn ein paar Brennnesselblätter kurz aufgebrüht und dann ins Aquarium gegeben werden.

Lediglich von tierischem Futter wie zum Beispiel Frostfutter sollten Aquarienbesitzer Abstand nehmen. Das Futter kann bei den Garnelen zu Häutungsstörungen führen, die bis zum Verlust von Gliedmaßen führen können.

Zucht

Wer seine eigenen Garnelen züchten möchte, aber bisher wenige Erfahrungen damit hat, der trifft mit Mini Japonica Garnelen eine gute Wahl. Die Tiere gehören zum spezialisierten Fortpflanzungstyp, bei denen die Larven in den Eiern mehrere Zyklen durchlaufen, bis sie ausgereift sind. Das Weibchen behält die Eier ungefähr 4 Wochen in ihrem Brutraum zwischen den Beinen, bevor es die Jungtiere entlässt. Direkt danach produziert das Weibchen schon wieder neue Eier, sodass sie mehrfach im Jahr zwischen 20 und 40 junge Garnelen zur Welt bringen kann.

Da die Larven ihre Entwicklung ausschließlich in den Eiern durchlaufen, werden für die Zucht nicht mehrfache Becken mit unterschiedlichen Wassersorten benötigt. Somit ist die Aufzucht der Mini Japonica Garnelen vergleichsweise einfach. Die einzige Problematik ist die Menge der Jungtiere, die pro Gelege geboren werden können. Wenn angehende Züchter nicht aufpassen, kann ein Aquarium in sehr kurzer Zeit von Junggarnelen überbevölkert sein. Es empfiehlt sich darum, die Gruppe lieber klein zu halten. Das funktioniert gut, wenn man Weibchen und Männern in unterschiedlichen Aquarien ansiedelt und sie nur dann zusammenbringt wenn man wirklich Nachwuchs haben möchte. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Körpergrößen sind die Geschlechter auch gut zu unterscheiden, was es einfach macht, sie voneinander zu trennen.

Vergesellschaftung

Mini Japonica Garnelen mögen es Teil einer größeren Gruppe zu sein. Darum sollte man die Tiere mit ca. 20 bis 30 ihrer Artgenossen zusammenbringen. Die Vergesellschaftung funktioniert auch mit Schnecken oder kleinen Welsen ohne jegliche Probleme. Wer die Tiere mit kleineren Fischen im selben Aquarium halten möchte, der sollte genau aufpassen, wie sich die Fische verhalten. Eventuell sehen sie die kleinen Garnelen als Beute und machen Jagd auf sie, wenn man nicht aufpasst.