Hummelgarnelen

Die Hummelgarnele oder Zebrazwerggarnele ( Caridina breviata ) sorgt durch ihre auffallende Körperzeichnung und dem aktiven Verhalten für Aufmerksamkeit im Aquarium. Ihren Namen bekamen sie aufgrund der charakteristischen Körperzeichnung, die an eine Hummel oder an ein Zebra erinnert. Die Zeichnung ist schwarz – weiß und manchmal auch rötlich braun – weiß gebänderte. Der Untergrund ist transparent, silbrig oder weiß getönt. Trägt das Weibchen Eier, kann die Färbung fast einfarbig weiß sein. Außerdem besitzt die Garnele im Vergleich zu anderen Bienengarnelen eine deutlich kürzere Nase ( Rostrum) und nur wenige oder gar keine Zähne.

Das weibliche Exemplar unterscheidet sich von dem männlichen durch eine intensivere Farbe sowie einem kräftigeren und größeren Körperbau. Während ein ausgewachsenes Weibchen eine Größe von bis zu 2,8 cm erreichen kann, bleiben die Männchen mit ungefähr 2, 5 cm deutlich kleiner und zierlicher.

Inzwischen gibt es fortgeschrittene Zuchtvarianten, die auch andere Farbschläge und Größen hervorbringen.

Haltung

Normalerweise stellt die Hummelgarnele bei einer artgerechten Haltung keine großen Ansprüche an den Aquarianer. Grund für die Beliebtheit der Art ist ihre unermüdliche Aktivität. Es macht einfach Spaß der kleine Wirbellosen bei der Suche nach Fressbarem auf dem Boden zuzuschauen. Vor allem, wenn sie mit ihren Füßchen danach scharrt. Ebenso beeindruckend ist der schöne Kontrast, den die Körperfarbe zu den grünen Pflanzen und dem hellen oder dunklen Boden bildet.

Eine Hummelgarnele gehört wie andere Zwerggarnelen auch zu den friedliebenden, geselligen und bewegungsfreudigen Wasserbewohnern. Sie braucht ein Aquarium mit mindestens 20 Litern und besser 30 Litern Volumen. Ein zu kleines und zu volles Becken kann zu Stress und schließlich zu mangelnden Vermehrungserfolgen führen.

Ebenso wichtig ist eine natürliche Einrichtung, die dem Tier mit einer überschaubaren Struktur ausreichend Unterschlupf- und Weidemöglichkeiten bietet. Zu Einsatz kommen feingliedrige Pflanzen wie das Kuba Zwergperlkraut oder die Brasilianische Graspflanze sowie dichte Polster aus Javamoos oder Mosskugeln. Gerne angenommen werden auch Holzwurzel, umgedrehte Kokosnussschalen und griffige Steine. Der geeignet Bodengrund besteht aus feinem Kies oder Sand. Er sollte das Absuchen nach Nahrung erleichtern.

Die richtige Wasserqualität ist hochwertig, sauber und sauerstoffreich. Caridina breviata kommt ursprünglich aus den wärmeren Regionen um den Xinfengjian-Stausee Südost- Chinas. Sie sind auf weiches und wärmeres Wasser eingerichtet.

Die optimalen Wasserwerte:

– Temperatur: 18 bis 25° Celsius
– PH: 6,5 bis 7
– Gesamthärte : 6 dgH
– Karbonat: 0 bis 1 dkH

Zucht

Die Nachzucht der Hummelgarnele verläuft quasi von selbst und im Rhythmus von vier bis sechs Wochen. Die Voraussetzungen sind ein stabiles Umfeld, ausreichend Rückzugmöglichkeiten und gutes Futter. Am sichersten gelingt eine gezielte Zucht in einem Artenbecken.

Da die Geschlechterverteilung schwer zu erkennen ist, garantiert eine Starterpopulation von mindestens 10 Mitgliedern die Anzahl der Nachkommen erheblich. Die Paarung klappt, und das Männchen kann viele Spermienpakete an die Eier des Weibchens anbringen. Nach gelungener Befruchtung drückt das Weibchen die Eier in ihre Bauchtasche am Unterleib. Die gesamte Tragezeit dauert ungefähr 4 Wochen. Das Männchen betreibt Brutpflege. Es sorgt dafür, dass nur brauchbare Eier verbleiben.

Die Anzahl der jungen Zwerggarnelen liegt bei 20 bis 40. Sie gehören einem hochentwickelten Fortpflanzungstyp an und sind sofort vollständig entwickelt. Ihre Körpergröße misst ungefähr 2 mm. Ihre Geschlechtsreife erreichen sie bereits im dritten Lebensmonat.

Futter

Der Handel bietet ein großes Nahrungsangebot für frisch geschlüpfte, junge und erwachsene Zwerggarnelen an. Es gibt Feuchtfutter, Proteinfutter, Mineralfutter, Gesundheitsfutter, Vermehrungsfutter, Allein- und Nahrungsergänzungsfutter und sogar Beschäftigungsfutter, Farbfutter und Leckerlis.

Eine Hummelgarnele ist fast ein Allesfresser und mag tierische sowie pflanzliche Nahrung. Sie weidet gerne Futterreste, Mulm, Biofilm und Algen an Boden und Pflanzen ab.

Wichtig ist, dass das Futter abwechslungsreich ist und alle lebenswichtigen Aminosäuren, Vitalstoffe, Aufbaustoffe, Proteine und Enzyme enthält. Diese Stoffe sind in getrockneten sowie frischem Futter enthalten. Leicht zu geben sind Flocken, Granulat, Pasten und Pulver. Das gefriergetrocknete Futter besteht meist aus Wasserflöhe, Mückenlarven, Cyclops und Artemia.

Selbstgemachtes Futter besteht beispielsweise aus Spinat, Brennnessel, Rote Paprika und Hokkaido Kürbis. Zur Grundnahrung gehören trockenes, braunes Herbstlaub aus Wallnussbaumblättern und Erlenzapfen.

Vor allem der Nachwuchs benötigt in den ersten Lebenswochen eine abwechslungsreiches und nahrhaftes Fütterung. Eine sparsame Gabe von Staubfutter ist gut für ein gesundes Wachstum.

Vergesellschaftung

Die Vergesellschaftung der Hummelgarnele gelingt nur mit friedlichen und ausgeglichenen Mitbewohnern. Diese setzen sich aus kleinen ebenso friedlichen Zierfischen, Krebsen, Schnecken und anderen Zwerggarnelen zusammen. Zur optimalen Gesellschaft mit Fischen gehören kleine Arten wie Zwergpanzerwelse, Pandapanzerwelse, Bärblinge und Barben.