Glasgarnelen

Erscheinungsbild

Glasgarnele
anonym, Glass-shrimp-close, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Glasgarnelen zählen zu den Macrobrachium-Garnelen. Sie sind somit eine Form von Großgarnelen. Die Männchen werden meist bis zu 5 cm groß, während die Weibchen es sogar auf bis zu 8 cm schaffen. Den Namen haben diese Wasserbewohner aufgrund der Tatsache, dass ihr Körper in großen Teilen transparent ist. Die Tiere weisen außerdem eine sehr interessante Färbung auf, weshalb sie auch so beliebt sind. Diese Form der Garnelen ist leicht zu erkennen, da Scheren und Arme recht groß sind.

Haltung

Bei den Glasgarnelen handelt es sich um friedliche Tiere. Sie greifen keine anderen Wasserbewohner an. Wenn sie mit andren Tieren gehalten werden sollen, ist natürlich darauf zu achten, dass auch diese die Garnelen in Frieden lassen. Die Garnelenart ist empfindlich, was das Wasser anbelangt. Dieses darf weder zu weich, noch zu sauer sein. Wenn sie diesem ausgesetzt ist, kann es sie anfälliger für Krankheiten machen.

Die Glasgarnele sollte in einer Gruppe gehalten werden. Das Aquarium sollte nicht zu klein ausfallen, anzuraten wäre ein Becken ab 80 cm. Wenn genügend Männchen und Weibchen gehalten werden, steht dem Nachwuchs nicht viel im Wege. Die Glasgarnelen brauchen nicht nur genügend Platz im Becken, sondern auch Pflanzen, um sich verstecken zu können. Aquarianer sollten von daher genügend Unterschlupfmöglichkeiten anbieten. Gerade der Randbereich sollte gut ausgestattet werden. Geeignet sind Pflanzen, Steine und auch Höhlen. Sehr zum empfehlen wären auch Mangrovenwurzeln. Sehr interessant ist der Fakt, dass diese Garnelenart sehr gerne klettert. Die Besitzer sollten auf jeden Fall eine Möglichkeit dafür bieten, aber dann daran denken, dass das Becken eine Abdeckung hat. Ohne diese, könnten die Garnelen tatsächlich aus dem Becken fallen.

Futter

Was das Futter anbelangt, sind Glasgarnelen etwas anspruchsvoller als andere Artgenossen. Ihnen sollte man rote Zuckmückenlarven anbieten, ebenso wie Wasserschnecken der kleinen Art. Man kann Tubifex füttern und ebenso Futter für Zierfische oder Garnelen. Das Futter kann den Tieren in Trockenform gegeben werden. Auch Frostfutter kann einsetzt werden. Manche Aquarianer bieten den Großgarnelen auch Aufwuchs-Algen. Diese werden von den Garnelen gerne gefressen.

Zucht

Die Zucht der Glasgarnelen ist nicht ganz so einfach. Es gibt viel zu beachten. Die Larven alleine müssen mehrere Stadien durchlaufen, während bei anderen Garnelen die Jungtiere sofort selbstständig leben können. Bei den Jungtieren der Glasgarnele hingegen muss der Besitzer unbedingt darauf achten, dass die Tiere genügend Futter bekommen. Auch brauchen die Jungtiere unbedingt eine Dauerbeleuchtung, um sich entwickeln und leben zu können.

Vergesellschaftung

Die Vergesellschaftung mit anderen Aquarientieren muss bei den Glasgarnelen sehr ernst genommen werden. Glasgarnelen haben große Scheren, auch wenn sie recht friedvoll sind, können sie aber doch für einige Bewohner gefährlich sein. Gerade kleinere Tiere als sie selbst, müssen unter ihnen leiden und sollten aus dem Becken fern bleiben. Aber auch gegen größere Wasserbewohner könnten die Garnelen sich manchmal durchsetzen wollen. Wenn man die richtigen Beckenbewohner sucht, wird die Garnele jedoch immer friedfertig sein. Harmonie bringen zum Beispiel Zierfische, die fast die gleiche Größe wie die Glasgarnele aufweisen. Auch Krebse wären sehr sinnvoll. Nur sollte man immer an die Verstecke für die Garnelen denken, diese brauchen die Tiere, um sich rundum wohlzufühlen, auch wenn andere Bewohner vorhanden sind.