Blue Bee Garnelen

Erscheinungsbild

Blue Bee Garnele – Darunter stellt man sich im ersten Moment eine intensiv schillernde blau-gestreifte Garnele vor. Dieses Bild entspricht nicht ganz der Realität. Es sind zwar des Öfteren blaue Anteile im Muster der Blue Bee zu finden, allerdings besteht die Musterung hauptsächlich aus weisen, braunen, schwarzen und rötlichen Farbelementen. Trotzdem ist die Garnele mit ihren Farbbändern sehr hübsch anzusehen. Die Weibchen sind intensiver gefärbt als die Männchen. Trotz des Namens ist die Blue Bee keine Bienengarnelen, sondern gehört der Familie der Paracaridina an. Die Garnele wird nur ca. zwei Zentimeter groß.

Haltung

Die Blue Bee Garnelen sind was die Haltung anbelangt nicht allzu anspruchsvoll. Bevor sie in ein Aquarium einziehen können, müssen allerdings einige Vorkehrungen getroffen werden. Die Garnelen fühlen sich in einer dicht bepflanzten Umgebung wohl. Vor allem, wenn sie in eine neues Aquarium einziehen, verstecken sie sich gerne. Moos, wie zum Beispiel Java- oder Christmas-Moos ist für das Aquarium der Blue Bee Garnelen sehr gut geeignet, denn sie weiden es gerne ab. Von Bedeutung ist abgesehen von den Pflanzen das Wasser mit den passenden Werten. Das Garnelen-Aquarium sollte mit weichem bis mittelhartem Wasser befüllt werden. Leitungswasser sollte entsprechend aufbereitet werden.

Der pH-Wert sollte zwischen 6,5 und 7,5 liegen. Die Wohlfühltemperatur der Garnelen liegt bei 20 bis 25 Grad Celsius. Natürlich ist auch wichtig, dass das Wasser des Aquariums sauber ist. Wöchentlich sollten 10 bis 30 Prozent des Wassers gewechselt werden. So haben Keime keine Chance, sich im Becken auszubreiten. Auch der Boden, der aus Kies oder Sand bestehen kann, sollte regelmäßig gereinigt werden. Braunes Laub ist bei den Garnelen aus zwei Gründen sehr beliebt: Zum einen fressen sie die abgestorbenen Blätter gerne. Zum anderen können sie sich unter den Blättern gut verstecken. Das Füllvermögen des Aquariums sollte bei mindestens 20 Litern liegen.

Futter

Abgesehen von braunem Herbstlaub, lassen sich die Blue Bee Garnelen auch Algenbeläge und Biofilm schmecken. Diese Art von Futter finden sie meist ohne äußeres Einwirken in ihrem Aquarium vor. Das sollte bei zusätzlichen Fütterungen stets bedacht werden. Die Garnelen sollten hauptsächlich pflanzlich ernährt werden. Brennnesseln, Spinatblätter und weiteres Gemüse eignen sich gut. Ein- oder zweimal in der Woche darf die Kost auch proteinreicher sein. Dann können die Blue Bees mit speziellem Proteinfutter oder kleinen Insekten gefüttert werden. Frisch geschlüpfte Jungtiere sind besonders gut mit Staubfutter zu füttern.

Zucht

Die Blue Bee ist in der Welt der Garnelen noch relativ unbekannt. Dass sie bisher noch nicht erbfest nachgezüchtet werden kann, zeigt sich an der Vielfalt ihrer Musterung vor allem in Sachen Färbung. Davon abgesehen, gestaltet sich die Zucht allerdings nicht als besonders schwierig. Stimmen die Lebensbedingungen im Aquarium, pflanzt sich die Blue Bee Garnele mit hoher Wahrscheinlichkeit in großer Zahl fort. Die Garnelen sind Gruppentiere und sollten in Gruppen von 10 bis 20 Garnelen gehalten werden. Bei dieser Anzahl ist es sehr wahrscheinlich, dass sowohl Weibchen als auch Männchen in der Gruppe vorzufinden sind.

Zu Beginn der Tragzeit leuchten die Eier im Leib des Weibchens strahlend rot. Gegen Ende der Tragezeit nehmen die Eier einen dunkleren Farbton an. Das Weibchen ist ca. 4 Wochen lang trächtig, bevor aus den Eiern vollständig entwickelte Jungtiere schlüpfen. Pro Wurf kommen zwischen 10 und 15 Jungtiere auf die Welt, was deutlich weniger ist, als bei anderen Zwerggarnelenarten. Grund dafür ist, dass die Blue Bee kleiner ist, als viele andere Garnelen ihrer Art. Etwa alle vier Wochen darf der Aquarianer sich über Nachwuchs freuen. Bei den Garnelen handelt es sich um friedliche Tiere. Die Eltern werden den Jungtieren nichts tun. Allerdings sollte man darauf achten, dass Fische oder andere Wassertiere im Aquarium die kleinen Garnelen nicht für Futter halten.

Vergesellschaftung

Blue Bee Garnelen sind friedliche Tiere. Da sie allerdings sehr klein sind, werden sie von Mitbewohnern im Aquarium gerne gefressen. Ein Artenbecken wäre daher optimal für die kleinen Garnelen. Wer sie dennoch vergesellschaften möchte, kann sie mit Schnecken zusammen setzen (Achtung: keine Raubschnecken!). Werden sie mit anderen Garnelen zusammen gehalten, besteht die Gefahr der Kreuzung.