Blaue Tigergarnelen

Erscheinungsbild

Die blaue Tigergarnele ist aus einer Zucht entstanden. Ihr Aussehen zeigt, dass Zuchtbemühungen sehr wohl ernst zu nehmen sind und farbenfrohe Exemplare ins Leben rufen können. Die blaue Tigergarnele ist ein wahrer Hingucker, weil sie verschiedene Farbabstufungen besitzt. Es gibt Tigergarnelen in Blau, die Hellblau sind, es gibt aber ebenso auch Tiere, die sogar richtig Tintenblau erscheinen. Die Zucht will natürlich sehr erhabene Blautöne ins Leben rufen, was auch sehr oft gelingt. Bei der Zucht geht es vor allem um die Körperfarbe, die so intensiv nur möglich ausfallen soll. Sehr interessant zu sehen ist, dass sehr viele der blauen Garnelen gelbliche oder auch orangene Augen haben. Das macht die Tiere optisch noch viel schöner.

Haltung

Die Haltung ist nicht weiter schwer. Wie viele andere Garnelenarten braucht die blaue Tigergarnele nur genügend Platz. Das kleinste Becken sollte man von daher nicht einsetzen. Die Bepflanzung ist enorm wichtig. Die Tiere verstecken sich recht gerne. Feinfiedrige Pflanzen sollten am besten für die Tiere eingesetzt werden. Sie bieten vor allem für Garnelen viele Versteckmöglichkeiten. Außerdem können diese Pflanzen von den Wasserbewohnern auch gefressen werden.

Futter

Wenn es um das Futter geht, mögen blaue Tigergarnelen die Abwechslung. Mineral Futter kann man den Tieren anbieten, ebenso auch Protein Futter. Junggarnelen bevorzugen Staubfutter. Auch Pasten können eingesetzt werden oder Mikro-Granulat-Futter. Die Wasserbewohner mögen aber auch Laubblätter, Grünfutter, Zapfen und Algen zu sich. Ebenso auch abgestorbene Pflanzenteile.

Zucht

Die Zucht ist im Grunde nicht weiter schwer. Es sollte eine Gruppe an blauen Tigergarnelen gehalten werden. So können genügend Jungtiere entstehen. Sobald sich die Garnelen im Aquarium eingewöhnt haben und sich dort auch wohlfühlen, können die Weibchen tragen. Meist gibt es nach 5 bis 6 Wochen 30 Jungtiere. Diese sind schon fast vollständig entwickelt, die meistens auch gute Überlebenschancen haben. Vor allem dann, wenn das Becken den Jungtieren genügend Versteckmöglichkeiten bietet. Daher sollten genügend Pflanzen eingesetzt werden und auch Höhlen angeboten werden.

Bei den Jungtieren ist die bläuliche Verfärbung noch gar nicht sonderlich ausgeprägt. Dies ändert sich aber mit der Zeit. Manche Jungtiere könnten aber auch ganz ohne Färbung aufwachsen. Blaue Tigergarnelen tragen in der Regel nur alle 2-3 Monate und da so manches Jungtier nicht überlebt, wird das Aquarium nicht zu schnell voll. Es bleibt alles überschaubar.

Vergesellschaftung

Die blaue Tigergarnele wird am besten in Gruppen gehalten. Die Tiere fühlen sich ansonsten absolut unwohl. Es reicht im Grunde aus, sich für 10 Exemplare zu entscheiden. Natürlich in den Geschlechtern gut vermischt, damit schon bald mit Nachwuchs zu rechnen ist. Die Tiere sind vor allem am Morgen und am Abend im Becken unterwegs, was bei der Vergesellschaftung beachtet werden muss. Zu diesen Zeiten wir das gesamte Wasser nach Futter abgesucht. Somit wird das ganze Aquarium durchforstet, auch die Dekoration. Schön ist, dass bei diesen Ausflügen auch an die Algen gegangen wird, so dass sich diese kaum im Becken ausbreiten können.

Was die Vergesellschaftung anbelangt, sollte die Garnele nicht unbedingt mit anderen Garnelen gehalten werden. Es sei denn, man hat nicht vor, eine besondere Zucht ins Leben zu rufen. Zwergkrebse sind für diese Garnelenart nette Mitbewohner. Aber auch andere Wirbellosen können gehalten werden. Bei Fischen ist es so, dass es sich am besten um Zierfische handelt, die weder zu groß, noch zu klein sind. Diese vertragen sich meist recht gut mit der blauen Tigergarnele.